Freitag, 30. September 2016

Der 12tel-Blick im September 2016 + Monatsrückblick

Wahnsinn, das war wohl der schnellste September ever! Ging es euch auch so? Bei mir hat er den Schlag nicht gespürt. Er war super, gar keine Frage: ein klasse Spätsommer. Bis dann doch der Herbst anklopfte, ganz leise. Ein schöner Herbstanfang. Auf dem 12tel-Blick Foto kann man es ein klein wenig sehen - aber noch nicht arg. Auf das Oktober-Foto bin ich schon sehr gespannt und hoffe auf viele bunte Bäume.



Die Collage ist nun schon zu dreiviertel voll.



Als ich im Park war, war die Luft total verqualmt. Da hat wohl jemand in der Nähe ein Feuerchen gemacht. Das kommt hier auf dem Land öfters vor. Aber dass der ganze Park mitgeräuchert wird, habe ich noch nicht erlebt. Das Wasser sieht auch wieder mies aus, wie im Juli. Schade. 

Naja, ich bin also im Park zu meinem Photo-Point spaziert. Kurz davor sehe ich, dass auf dem Baumstumpf (rechts im Bild) eine Frau und ein Mädchen sitzen. Also habe ich mich auf eine Bank in der Nähe gesetzt und gewartet. Allzu lange wird das Kind ja wohl nicht da sitzen bleiben. Die Frau wollte dann auch bald gehen, das Mädchen aber nicht. Ich wartete. Bis das Kind doch aufstand. Freude stieg in mir auf (man hat ja an einem Abend noch anderes zu tun als 12tel-Blick-Fotos zu machen). Das Kind lief auf mich zu, die Frau hinterher.

Und sie rief "Nicht zu der Frau, die fotografiert!" zum Kind
und "Entschuldigen Sie bitte. Sie ist halt so, sie sagt jedem Hallo" zu  mir.

Ich dann so: "Es ist garnichts passiert, alles ok.".

Darauf die Frau: "Kommen Sie von weiter weg". 

Ähm hallo? Fotoapparat um den Hals = Touri oder wie?
Das habe ich natürlich nicht gesagt, sondern "Nein, ich komme von hier".

Darauf die Frau: "Wirklich? Ich hab Sie hier noch nie gesehen.".

Wäre ich mal auf Zack gewesen, hätte ich mit "Ich Sie auch nicht." geantwortet. So habe ich nur komisch geguckt und bin ein paar Meter weiter, mein Foto machen. Landleben. Ist halt so. Hätte nur noch der Satz "Wem g'hörscht'n du?" (zu Deutsch: Wem gehörst du denn? was so vie bedeutet wie: Wer sind deine Eltern?) gefehlt - der ist hierzulande Standard. Und ich mag ihn überhaupt nicht.

Und was war sonst noch so los?

Im September ist Oktoberfest. Verstehe wer will. Ich war nicht da, aber auf einer Feier, auf der es zünftig zuging. Dafür habe ich mir etwas genäht. Ein Armband und ... das zeig ich euch leider erst in ein paar Wochen.

Es wurden wieder Muffins gebacken. Für einen Kuchen hatte ich herbstliche Ausstecher gekauft. Leider waren die mit dem Teig nicht kompatibel. In solchen und anderen Fällen hilft Schoki immer allen.

September ist Geburtstagsmonat. Alle paar Tage wird jemand anderes gefeiert. Und eines Tages war auch ich d'ran. Mit Kunst von Zizy, Blumen vom Büro und Glitzersternen von Kati.

Gelaufen bin ich auch. Vorbei an Hütten und Schafen. Nicht fotografiert: Pferde und gepulte Felder (schnell die Nase zuhalten). Bei Regen war ich allerdings nicht ganz so schnell unterwegs. Die Erfahrung fehlt mir Schönwetter-Rennerin noch.

2 Bücher habe ich gelesen und gehäkelt habe ich auch fleißig - bis das blau ausging. Mittlerweile ist Nachschub da und es kann weiter gehen.

In eine Ösenzange wurde investiert, da ich fürs Probenähen der Herrentasche Bjarne von Frau Fadenschein jede Menge Ösen verarbeitet habe. Außerdem habe ich ein Zelt für den Grill genäht.

Die Kosmetiktasche wurde verschenkt, das Tampontäschchen ist für mich und was ich da so farbreduziertes genäht habe, zeige ich euch bald mal.

Außerdem habe ich euch mit der Dampflok in den Harz genommen (links) und von dort zum HohneHof (rechts). Und weil das Wetter sooooo toll war, gab es noch diverse Wochenend-Frühstücke auf der Terrasse.

Lieber Oktober, nun zeig uns, was du kannst, der September hat gut vorgelegt. Der goldene Herbst kann weiter gehen und hier habe ich euch auch im nächsten Monat einiges zu zeigen. Jetzt heißt es erstmal: langes Wochenende. Habt Spass und macht's euch hübsch!

Alle 12tel-Blicke werden gesammelt bei Tabea.

Dienstag, 27. September 2016

Probegenäht: Herrentasche Bjarne von Frau Fadenschein

Vor einigen Wochen hatte ich mich für ein Probenähen beworben und wurde auch genommen. Da beim Probenähen nicht immer alles glatt läuft (dafür ist das Probenähen ja auch da), hat es etwas länger gedauert - vielleicht habt ihr das auf Instagram gesehen. Heute stelle ich euch endlich den neuen Schnitt von Frau Fadenschein vor und zeige euch mein Exemplar der Herrentasche Bjarne.


Klar kann frau die Tasche auch tragen. Da sie aber als Herrentasche designed wurde, wollte ich als Probenäherin auch ein männertaugliches Exemplar nähen. Die Materialwahl ist dabei noch schwerer als sonst. Noch dazu habe ich 2 Taschen probegenäht. Die erste werdet ihr wohl nie zu Gesicht bekommen und für die zweite Tasche wollte ich dann einfach etwas anderes haben (außerdem hätte das Material nicht nochmal gereicht und der Rest hat eine super Verwendung gefunden). Entschieden habe ich mich dann für einen dunkelgrauen, leicht melierten Softshell. Farbe und Material sind absolut männertauglich. Da mein Softshell eine Vliesrückseite hat, war auch kein Volumenvlies mehr von Nöten. Das Material hatte ich vor ein paar Monaten bereits für meine Kuriertasche verwendet. Die Tasche ist in fast täglichem Gebrauch und ich kann das Material dafür nur empfehlen, auch weil es so toll "fließt"/fällt.



Weitere Materialien:
- Ein grau-schwarzer Buchstabenstoff für die Klappe. Anstatt die Klappe zu unterteilen und 2 Zuschnitt-Teile aneinander zu nähen, geht bei mir der Softshell durch und der Baumwollstoff ist aufgenäht. Die Materialstärke meiner beiden Stoffe wäre sonst zu unterschiedlich geworden.
Am Materialwechsel habe ich noch eine Paspel eingearbeitet. OK, es sind zwei. Ich konnte mich nicht zwischen grün und blau entscheiden, da habe ich es einfach mal mit beiden probiert - war gar nicht schwer und ich finde, das gibt schon was her.

- für die Innentasche habe ich einen festeren Stoff mit verschiedenfarbigen Rechtecken gewählt, welchen ich mit H250 verstärkt habe.


- für die Innentaschen (eine in der Vorderseite sowie ein RV-Fach und eine Einsteckfach im Innern) und die Klappenrückseite kam ein schwarz-weißer Zielflaggenstoff zum Einsatz.
- für die kleine Tasche in der Vorderseite musste es dann ein knalliger Reißverschluss sein.
- außerdem braucht man Ösen und Schlüsselringe für die seitliche Faltung sowie Gurtband mit Zubehör.


Der Reißverschluss in der Vorderseite der Tasche gefällt mir ja sehr gut. Ohne das Probenähen hätte ich mich vermutlich nie getraut, einen Reißverschluss auf diese Weise einzunähen. Mit der Erklärung im E-Book ist das aber ganz einfach und vermutlich mache ich das nun öfters so.

Ein weiteres Detail der Tasche, das mir gut gefällt, sind die Origami-Ecken an den Seiten. Sie sind irgendwie ganz unauffällig und trotzdem besonders.


Von der Größe her passen Bücher/Blöcke in DIN-A4 locker in die Tasche, das Tablet natürlich sowieso und eine Wasserflasche hat auch noch Platz.


Wenn ihr neugierig seid, könnt ihr bei Frau Fadenschein noch mehr Details über die Tasche (z.B. Maße etc.) erfahren.
Bezugsquellen: Innerhalb Deutschlands / International

Donnerstag, 22. September 2016

Armband für's Oktoberfest schnell selbst genäht

Hallo,

es ist Oktoberfest-Zeit. Nicht nur in Bayern, sondern im ganzen Land wird gefeiert. Mit Blasmusik, Lebkuchenherzen und Dirndln. Aber was macht frau, wenn sie keine Tracht im Schrank hat? Mir ging das neulich so. Ich wollte nicht zum Oktoberfest oder einem Ableger davon, sondern zu einer Geburtstagsfeier, zu der ich eingeladen war. Erscheinen gerne im bayerischen Zwirn - so stand's da geschrieben. Dirndl hab ich nicht und Dirndl will ich nicht - Thema erledigt. Bis kurz vor dem Fest. Dann überlegte sogar ich mal, was ich nun anziehe und hatte die Idee, dass ich mich vielleicht auch ohne das bayerische Kleid passend "dekorieren" könnte. Da näh' ich mir doch was!


Nein, natürlich habe ich mir kein Dirndl genäht. Das würde meine Fähigkeiten überschreiten. Gekleidet war ich ziemlich "zurückhaltend": blaue Jeans, weißes Shirt und graue Strickjacke waren meine Grundlage. Dazu gesellten sich knallrote Sneakers und - sehr untypisch für mich - eine Flechtfrisur. Und was habe ich nun genäht? Zum einen eine Tasche. Aber ich muss euch enttäuschen, die zeige ich euch erst zu einem späteren Zeitpunkt, da müsst ihr euch noch etwas gedulden. Und dazu passend gab es ein Armband, das super schnell gemacht ist. Deshalb zeig ich euch das schon heute, quasi als Last-Minute-DIY fürs Oktoberfest (geht natürlich auch für andere Themen, nehmt einfach anderes Material). Habt ihr noch eine halbe Stunde Zeit? Dann legt los! Und wenn ihr ein Dirndl habt: Armband geht trotzdem, einfach zum Kleid passendes Material verwenden.


Eigentlich ist es selbst erklärend. Aber für alle, denen es hilft, hier eine kurze Beschreibung: Sucht euch ein Grundmaterial. Bei mir ist das der graue Filz, weil der einfach passt. Ihr könnt sicher auch Kunstleder oder SnapPap nehmen - Hauptsache es franst nicht (ansonsten müsst ihr am Anfang und am Ende umnähen, dauert auch nicht soooo lange). Schneidet einen Streifen zu doppelt so breit wie das Armband werden soll und denkt bei der Länge daran, dass sich das Material soweit überschneidet, dass ihr einen Verschluss anbringen könnt. Nun faltet ihr die beiden langen Seiten zur Mitte (wie eine Tackerklammer) und näht sie in der Mitte mit einem Zick-Zack-Stich fest. Legt ein Webband darüber und näht es beidseitig an. Dadurch wird der Zick-Zack-Stich und der Materialstoss verdeckt. Natürlich könntet ihr den Zick-Zack-Stich auch weglassen, aber mit geht's einfach schneller, ihr müsst weniger stecken und er gibt zusätzlich etwas Stabilität. Klappt das Webband am Anfang und am Ende etwas ein, so franst es nicht aus. Nun noch der Verschluss. Am allerschnellsten ist ein KamSnap angebracht, alternativ ein Druckknopf. Armband anziehen und schon kanns's losgehen! Prost und viel Spass :)



P.S.: *hier* habe ich schonmal mit etwas genähtes mit bayerischem Touch gezeigt.

Dienstag, 20. September 2016

Die Kosmetiktasche von der Taschenspieler-CD-3 in blau-gelb



Hallo,

heute zeige ich euch die Kosmetiktasche von der Taschenspieler-CD-3, die ich als Geschenk genäht habe. Super Sache, denn: geht einfach und recht zügig und bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten. Farblich sollte sie gelb und blau werden. Dazu kam dann das rote Webband und dem entsprechend die Wollfarben. Der Rest des schönen metallisierten Reißverschlusses in  senfgelb reichte gerade so Also eigentlich war er zu kurz. Ich konnte nicht auf einer Seite ein Stück wegschneiden, um den Schieber einzufädeln. War 'ne Fummelei, aber hat geklappt und sich gelohnt.

Vorne gab es eine Häkelblume. Ich mag sie einfach. Sie sind ein Eyecatcher, ich kann sie farblich und in der Größe anpassen.

Innen habe ich beschichtete blaue Punkte-Baumwolle verwendet und natürlich auch gleich ein wenig Füllung ins Geschenk gepackt. Und wenn ihr mal keinen farblich exakt passenden Faden habt: macht 'ne Kontrastnaht draus. Sieht 1.000 Mal besser aus als ein falscher Farbton. Ich mag das total. Und senfgelb ja sowieso.


Meine 1. Kosmetiktasche findet ihr *hier*.

Samstag, 17. September 2016

Der HohneHof im Nationalpark Harz *Ausflugstipp*


Letzte Woche habe ich euch mit der Dampflok in den Harz genommen. Als wir an unserem Ziel in Drei Annen Hohne ankamen, machten wir eine kleine Wanderung bis zum Natur-Erlebniszentrum HohneHof. Weil es mir dort - im Harz und auf dem Hof - so gut gefallen hat, möchte ich gerne ein paar Bilder von dort mit euch teilen.



Der Weg vom Bahnhof bis zum Hof ist wirklich nicht weit. Es geht etwas bergauf, ist aber bequem auch für kleine Knirpse zu schaffen. Nach einem kurzen Marsch kamen wir am HohneHof an. Ich habe übrigens nicht alle Menschen vertrieben, um dieses Foto zu machen. Bedauerlicherweise war an diesem herrlichen Sonntag nicht all zu viel los.


Schon von außen passt der Hof super in die Landschaft. Das Gebäude ist mit viel Holz gestaltet und die große Sonnenterrasse (siehe oben) lädt zur Pause ein. Der Innenraum ist auch nicht schlecht, war für uns bei dem Wetter aber natürlich keine Option. Die ganze Anlage ist sehr liebevoll gestaltet und eingerichtet, einfach klasse. Im Kiosk gibt es neben Getränken auch kleine Gerichte, Kuchen, Waffeln und Eis. Was der Wanderer halt so zur Stärkung braucht. Außerdem gibt es eine Info-Theke, jede Menge Broschüren und einen Raum mit Filmvorführung, Erklärung und Stationen für Kinder, die auch angefasst werden dürfen. Die Waldgeruch-Station hat mir besonders gut gefallen. Leider habe ich kein Foto davon.


Am Ketchup oder auch an den Bierdeckeln erkennt man deutlich, dass Kinder herzlich Willkommen sind.



Rund um den Hof ist viel Platz zum Toben und Erkunden der Natur. Ein kleiner Bach fliesst am Gelände vorbei und der Spielplatz hat außergewöhnliche Spielgeräte. Vom Bienenstock, einer Kugel, in die die Kinder von unten einsteigen können und die an einem Seil baumelt, habe ich leider kein brauchbares Foto - war aber der Renner in unserer Ausflugsgruppe.



 Durch die schöne Harzlandschaft ging es zurück Richtung Bahnhof.



Und damit die Kids nicht nur marschieren müssen, liegt zwischen Bahnhof bzw. Parkplatz und dem Nationalparkhaus der Löwenzahn-Entdecker-Pfad mit etlichen kindgerechten Stationen zum erfahren, entdecken und bewegen.


Falls ihr also in der Nähe seid: schaut doch  mal vorbei. Der HohneHof ist eine sehr schöne Einrichtung für jedes Alter. Mehr Infos dazu findet ihr *hier*.

Nun wünsche ich euch ein schönes Wochenende.