Donnerstag, 25. August 2016

Nicht überall wo Apfel drauf ist ist auch Apfel drin | meine neue Handytasche

Meine Handytasche begleitet mich täglich fast überall hin. Nachdem ich letztes Jahr mein Handy "zerstört" hatte, musste ganz spontan ein neues her. Und natürlich brauchte ich auch eine Handytasche, damit an das gute Stück nichts drankommt. Ich entschied mich für ein sommerliches Fischdesign und wollte es zum Herbst hin austauschen. Das wurde nichts, ein Jahr später war ich immer noch mit den Fischen unterwegs, die natürlich nicht mehr so ganz frisch waren - erst recht nicht, seit ich mein Laufband gegen den Waldweg getauscht habe und das Handy sammt Hülle mit mir Joggen geht. Jetzt war es wirklich Zeit für ein neues Handykleid.


Materialwahl: Außen Jeans, innen Baumwolle in uni-grün gepolstert mit H630, Gummiband in türkis, Machart wie gehabt. Erweiterung bei dieser Version: eine Aufsatztasche aus Hamburger-Liebe-Apfelstoff für Einkaufszettel oder EC-Karte.

Auf der Rückseite habe ich einen Apfel auf den Jeans-Stoff appliziert, um diese aufzupeppen. Weil blauer Apfel auf blauer Jeans aber ziemlich fad aussah, musste noch ein Stück grün dazwischen. So passt das.


Der Apfelstoff gefällt mir wirklich richtig gut. Für die Hülle, die mich so oft begleitet, habe ich den Stoffschatz gerne angeschnitten, viel brauchte ich ja nicht. Ob ich ihn für dieses Projekt wirklich verwenden sollte, habe ich lange überlegt. Letztendlich war's mir aber egal. Es ist halt nicht überall Apfel drin wo Apfel drauf ist ;)



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Dienstag, 23. August 2016

MYO-Shopper ... ob ein Gutschein für mich rausspringt?

Kennt ihr schon den MYO-Shopper? Das ist ein Stoffbeutel nach dem kostenlosen E-Book von MYO-Stoffe, den ich mir in einer Blitzaktion genäht habe.
Warum so blitzig?
Zum einen, weil er schnell zu nähen ist. Die Anleitung ist kurz und einfach gehalten. Mit ein bisschen Näherfahrung ist das aber ausreichend.
Und zum anderen, weil mir die Deadline im Nacken saß. Man kann nämlich noch bis zum 27.08.2016 einen von drei 50-€-Gutscheinen gewinnen, wenn man das Foto bei Facebook und Instagram veröffentlicht. Wenn das mal kein Argument ist.


Das Schnittmuster ist auf 70 % verkleinert. Für die Träger habe ich jeweils ein Stück Stoff von 45 x 10 cm zugeschnitten, mittig gefaltet und gebügelt, wieder aufgeklappt und die Hälften nochmal zur Mitte gefaltet und gebügelt und am Ende wieder an der 1. Faltung zusammengelegt, sodass der Stoff 4-fach liegt und keine offene Kante mehr zu sehen ist. Beidseitig absteppen, fertig ist der Träger. Die Erklärung im E-Book habe ich an dieser Stelle zugegebenermaßen auch nicht verstanden - aber das Problemchen war lösbar. Und bei dieser Variante muss ich keine Schlauch wenden ;)

Für die Bindfäden wollte ich keine dicke Kordel nehmen. Den Stoff vom Träger wiederholen wäre toll. So habe ich einen meiner Schrägbandformer getestet, den ganz schmalen (23 mm Stoffstreifen gibt 12 mm Schrägband). Das ging mal wieder einfacher, als ich dachte. Das Band der Länge nach zusammennähen geht auch noch. Nur was sollte ich dann mit den offenen Enden machen? Umnähen bei dem schmalen Stückchen? Das gibt Pfusch. Deshalb habe ich die Enden 2x knapp umgeschlagen, zur Fixierung mehrfach mit Garn umwickelt und zum Schluss festgeknotet. Das mag zwar ein wenig unprofessionell sein, ist aber besser als gewollt und nicht gekonnt unschön genäht.


Stoff: Hamburger Liebe FlyFeather und MiniHex (außen, Griff und Bindfaden),
festerer Baumwollstoff (vom Möbelschweden, innen)

Donnerstag, 18. August 2016

Mein Herz für Jersey? Na ich weiß nicht ... ein Herz-Beanie

Ich hab's getan und hab' mich mal wieder an Jersey gewagt. Mein erster Versuch mit Jersey war so ziemlich mein erstes Nähprojekt - eine Umhängetasche. Mit ganz ganz viel Applizierfolie habe ich auf die Rückseite des dehnbaren Stöffchens Baumwolle aufgebracht, damit das irgendwie 'ne brauchbare Tasche wurde. Die Tasche habe ich immer noch, sie ist schön kuschelig. Nach einiger Zeit habe ich mal den Träger gekürzt - nun hängt das Ding auch nicht mehr in der Kniekehle. Mein Verhältnis zu Jersey ist seitdem aber etwas gestört.


Aus Fehlern lernt man ja und ich würde heute keine Umhängetasche mehr aus Jersey nähen (höchstens ein Reißverschlusstäschen, aber dafür hab ich so viel schöne Baumewolle ;). Mit Jersey unter der Nähmaschine umgehen habe ich beim Taschenprojekt allerdings nicht gelernt. 2 Handyhüllen aus Resten waren sehr friemelig und das Nähen wurde von vielen Fluchen begleitet. Nun sollte also ein Beanie her. Ursprünglich hatte ich den Jersey dafür bestellt, um beim Nähmob von "von Ahoi" mitzumachen. Mit meiner Teilnahme daran wollte ich mich unter Druck setzen, ihn zügig zu verarbeiten. Aber die Materiallieferung hat so lange gedauert, dass der Nähmob vorbei war, als der Jersey zu mir kam. Das war Anfang Februar (2016). Nächstes Ziel: der Sommerurlaub am Meer.



Und so saß ich also 3 Tage vor der Abfahrt da mit dem Schnittmuster von Hamburger Liebe und Schnitt zu. Und weil ich das ja schon geübt hatte, habe ich erstmal zur Applizierfolie gegriffen ;) Dieses Mal aber nur, um ein Herz zu applizieren, damit der/die/das (???) Beanie auch schön wird (außerdem konnte ich so das wahren Jersey-Nähen noch hinauszögern). Und weil der olle Jersey sich schon beim Zuschneiden so geringelt und mir ordentlich Respekt eingejagt hat, habe ich das Herzerl fest angenäht. Sehr fest. Aber nach ein paar Runden half das dann auch nichts mehr, ich musste ran.



Zwischendurch hatte ich noch festgestellt, dass auch Jersey eine linke Seite hat. Blöd, wenn der Schnitt auf der rechten Seite aufgezeichnet ist. Mit Kugelschreiber. Ich musste also blind auf der linken Seite nähen. Und zwar so oft, bis auf der anderen Seite kein Kullistrich mehr zu sehen war. Blöde Sache.



Also ich mag der/die/das Beanie und wir waren auch zusammen am Meer. Habt ihr gar nicht bemerkt? So sollte das sein :) ich hab euch ja genug Lesestoff da gelassen dank einem Näh-Flow vor dem Urlaub. Aber jetzt hab ich ganz schön abgelenkt von dem Jersey. Also Spass gemacht hat es mir nicht und ich frage mich, wie man aus diesem Material nur T-Shirts etc. nähen kann. Und ob ich das wohl jemals schaffen werde. Und ob ich es überhaupt versuchen werde. Und was man tun muss, damit er sich nicht so kringelt. Ich hab ihm echt keine Witze erzählt. Und bügeln half auch nicht.



Das Schnittmuster ist aber trotzdem gut. Beim nächsten Mal (sollte ich nochmal in Versuchung kommen) nähe ich eine Nummer kleiner als abgemessen (trotz meinem Dickschädel) und mache die Wendeöffnung in die untere Naht beim verbinden der Innen- und Außenmütze. So kann man nämlich die Öffnung schlißen, indem man knappkantig eine Runde unten rundherum näht und muss nicht mit der Hand ran. Und falls ihr es nicht gemerkt habt: Die Mütze passt so super zu meinen Outdoor-Jacken - die kann man Wenden, wie man will :) Besser geht nicht.

Ganz ausnahmsweise gibt es jetzt noch ein paar Tragefotos für euch, denn wir hatten im Urlaub fast durchgehend Beaniewetter (oder die Steigerung > Regenjackenkapuzenwetter). Was ich in den sonnigen Momenten fotografiert habe, zeige ich euch demnächst noch.


Dienstag, 16. August 2016

Täschchen mit Herz


Hallo,

neulich stand mal wieder ein Oma-Geburtstag im Kalender. Bestimmt kennt ihr die Frage "Was schenk ich da bloß?". Nicht, dass die Oma was erwarten würde. Aber Geschenke bekommen ist so schön und auf Oma konnte man als Kind doch immer zählen. Da mein Bruder und ich uns immer uneins waren, ob es Schoko- (er) oder Vanillepudding (ich) geben sollte, hat sie immer 2 Sorten gekocht und mit der jeweils anderen "Farbe" einen Smiley in den Teller voller warmer Pudding gemalt. Kindheitserinnerungen, die man nicht vergisst. Mittlerweile ist die Oma nicht mehr so fit. Deshalb bekommt sie jedes Jahr von mir eine Stachelbeertorte, denn die darf an ihrem Geburtstag einfach nicht fehlen. Dazu gab es dieses Jahr ein kleines Täschchen (denn die kann man immer brauchen) und darin eine gute Creme (die kann man verbrauchen, geht also immer).


Da Oma Blumen mag, habe ich den schönen bunten Blumenstoff verwendet (wie auch *hier*, nun ist nicht mehr viel da). Dazu einen gelben Stoff mit dezenterem Blumenmuuster und ein passendes Blumen-Webband. Auf der 2. Seite habe ich ein Herz appliziert. Einfach gemacht mit toller Wirkung. Für die Innenseite habe ich beschichtete Baumwolle verwendet und für den Zipper gab es wieder ein paar Holzperlen. *Hier* und *hier* habe ich neulich schon geschrieben, wie ich die Täschchen nähe. Verstärkt habe ich mit Decovil I light. Das nehme ich jetzt öfters.




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Donnerstag, 11. August 2016

Kameraüberzieher - der Zweite

Stoffe sind ja echt was schönes. Es gibt mittlerweile so viele tolle Designs. Da kann man sich das Leben schön nähen - auch den Kameragurt.


Mein 1. Überzieher für den Gurt war schon 2 Jahre alt und nicht mehr ganz so schön. Es war Zeit für ein neues Outfit. Eigentlich sollte er blau werden. Aber irgendwie kam es mal wieder anders ... egal.


Verwendet habe ich wieder das Tutorial von ElbLuft und Liebe. Das ist sicher nicht die High-End-Version, geht aber rucki-zucki und ihr braucht kein Spezialmaterial, nur ein Stück Stoff, ein wenig Schrägband und Deko (Webband etc.) nach Belieben. Ich habe mich für Herzchen-Webbänder und Knöpfe entschieden. Und nun freue ich mich immer darüber, wenn ich Fotos mache. Ich sag doch: Nähen macht das Leben schöner.