Dienstag, 23. Mai 2017

Es ist mal wieder Zeit für einen Stoffbeutel

Ach, hallo :)
Ich weiß ja nicht, ob ihr es gemerkt habt, aber hier ist es ein bisschen langsamer geworden. Ruhiger. Ich habe mir vorgenommen, weniger zu bloggen. Ganz einfach, weil es noch so viel gibt, was ich machen möchte und ich dafür Zeit brauche. Deshalb peile ich nur noch einen statt zwei Posts die Woche an.

Eigentlich wollte ich euch diese Woche auch etwas ganz anderes schreiben. Eine kleine Serie soll es werden. Die kommt auch noch. Im Juni startet sie dann hoffentlich. Aber mir ist gerade nicht nach Teil 1. Hier in Bayern stehen nun die "Frühlingsfeiertage" vor der Tür und da wird es dann bestimmt was mit Teil 1 und vielleicht auch Teil 2. Insgesamt sollen es 4 Teile werden. Ihr dürft gespannt sein.


Und weil Plan A gerade nichts wird, gibt es heute einen Stoffbeutel und zwar den Oma's Liebling von Farbenmix. Das ist mein Lieblingsbeutel und ich habe schon lange keinen mehr gezeigt und Stoffbeutel gehen immer. Der heutige ist schlicht. Farbreduziert. Mit Snap-Pap-Details. Und er ist männertauglich.


Ich bin dann mal wieder weg. Dröfzigmillionarden andere Dinge tun. Weil es so viel Schönes gibt und ich glücklich bin, all das tun zu können. Gut, ein bisschen weniger wollen wäre mal gut. Aber ich kann mich nicht entscheiden, was das sein soll. Welch Luxusproblem.

Habt's hübsch,
eure Katharina

Dienstag, 16. Mai 2017

0,5 x 3 = Geschrumpft: Die Bogentasche im Miniformat

Hallo miteinander :)

Die Hälfte des Monats ist schon um und heute zeige ich euch meinen Beitrag zum Taschen-Sew-Along im Mai. Das aktuelle Thema heißt "geschrumpft", wobei auch vergrößern erlaubt ist. Ich habe mich fürs Schrumpfen entschieden und habe, wie schon in meinem Themen-Beitrag erwähnt, die Bogentasche von der Taschenspieler-CD-3 von Farbenmix dafür gewählt. In der Originalgröße war sie nicht mein Fall - nun bin ich ein wenig verliebt :)

Geschrumpft habe ich ganze 50%. Und weil ich mich für keine Stoffkombi entscheiden konnte, habe ich gleich 3 genäht, denn Reißverschlusstäschchen kann man immer brauchen - und 2 davon sind bereits verschenkt. Alle drei haben den vollmilchschokobraunen Kunstlederboden gemeinsam. Das Material mag ich total gerne, es fasst sich so toll an (und pssst: meine neue Nähmaschine näht es so wunderbar, auch bei 3 Lagen + Reißverschluss).

Fangen wir mal mit meinem Lieblingsmodell an: maritim mit blau-weißen Streifen und Anker-Applikation in gelb. Schreit das nicht total nach Sommer? Beim Fotografieren kam auch sowas von die Sonne raus, dass ich mir ein schattigeres Fleckchen suchen musste, damit nicht alle Fotos überbelichtet sind. 

Auf dem unteren Foto könnt ihr aber sehen, wie das Täschchen mit der Sonne um die Wette strahlt, das musste ich einfach nehmen. Der Steifenstoff ist recht dünn und deshalb mit H250 + H630 verstärkt. In Kombination mit Wachstuch auf der Innenseite hat das Täschchen nun einen tollen Stand.


Mein 2. Modell trägt Filz in grau. Ich mag die Optik und Haptik. Es passt super zum braunen Taschenboden und das applizierte Karo-Herz macht sie so richtig urbayerisch. Holleradiööö.


Da der Filz schon Volumen mitbringt, habe ich ihn nur mit H250 verstärkt. Für die Innenseite habe ich eine günstige abwaschbare Tischdecke mit blau-weißem Karomuster gewählt. Das Material ist nicht besonders hochwertig und entsprechend unspassig ist die Verarbeitung. Aber es passte einfach perfekt zum Look.


Und dann wäre da noch das Blümchenmodell. In meiner Vorstellung war es mein Favorit mit dem petrolfarbenen Hauptteil und dem braunen Boden und den bunten Blumen. Aber irgendwie ist mir die Applikation nicht so gelungen, wie ich sie haben wollte. Kommt auch mal vor.


Der Taschenstoff ist nicht verstärkt und innen befindet sich wieder das gelbe Wachstuch wie beim Anker-Täschchen. Diese Version hat den wenigsten Stand meiner 3 Täschchen, steht aber trotzdem auch ohne Inhalt von alleine.


Es kam übrigens nicht nur mit der Blumenapplikation anders als gedacht. An Muttertag habe ich alle 3 Bogentäschli eingepackt (nachdem ich sie morgens fertig genäht und 10 Minuten vor der Abfahrt noch fotografiert hatte). Erst durfte sich meine Mama eines aussuchen und dann die Oma. Beide haben nicht das Modell gewählt, das ich ihnen ausgesucht hätte. Und nein, auch das welches meine zweite Wahl für sie gewesen wäre, haben sie nicht ausgesucht. Das gibt mir beim nächsten Geschenk sicher zu denken und macht die Stoffauswahl noch schwerer. Aber die Hauptsache ist ja, dass den beiden ihr Täschchen gefällt.


Das Ankertäschchen  ist übrigens auch weg. Aus der Kombination blau-weiß-gestreift + braun + gelb muss ich mir auf jeden Fall noch ein Täschchen nähen. Ob es die Bogentasche wird? Wohl ehr nicht, denn durch die Nähamnesie, die seit meiner 1. Bogentasche längst eingesetzt hat, hatte ich ganz vergessen, wie unlustig es ist, die unteren Ringe einzunähen. Dank der neuen Nähmaschine hat es schon deutlich besser geklappt, aber vermutlich wähle ich beim nächsten Täschchen doch einen anderen Schnitt - wird ja sonst auch langweilig hier. Und vielleicht wird das dann mein Beitrag zum Taschen-Sew-Along im Juli? Da wird es nämlich maritim! Aber vorher kommt der Juli mit "Tierisch gut!". Bis dahin ist aber noch ganz viel Zeit zum Schrumpfen :)

Verlinkt beim Taschen-Sew-Along von Greenfietsen und mir, bei HOT - Handmade On Tuesday, beim Creadienstag und bei TT - Taschen und Täschchen.

Donnerstag, 11. Mai 2017

Dutchman's Puzzle - Der Mai-Block vom Quilt-Along #6köpfe12blöcke

Hallo,

mein Mai-Block für den Quilt-Along #6Köpfe12Blöcke ist schon fertig ... schon seit letzer Woche. Aber: das Wetter war doch tatsächlich so grau, dass an Fotos nicht zu denken war. Aber so war es halt, ich will gar nicht länger übers Wetter schreiben - ihr habt ja eigenes vorm Fenster und mittlerweile ist es sogar ganz gut.

Diesen Monat kam die Anleitung vom Katharina/Greenfietsen und sie war wieder super nachzunähen. Die Anleitungen von #6Köpfe12Blöcke sind für Quilt-Anfänger wie mich wirklich sehr gut geeignet - ein dickes Dankeschön an die 6er-Runde. Mittlerweile lese ich die Anleitung 1x durch, schneide zu und nähe. Nur ab und zu werfe ich noch einen Blick auf den Bildschirm um zu schauen, ob ich auch alles richtig mache. Am Anfang saß ich mehr vorm Laptop als an der Nähmaschine :) Da merkt man doch gleich, wie man sich in den paar Monaten weiterentwickelt hat.


Nachdem ich im April mit dem Block nicht so ganz glücklich war, gefiel mir der Dutchman's Puzzle in diesem Monat wieder besser. Mit meiner Stoffwahl hardere ich ein wenig - aber ich zieh das jetzt durch. Ich habe durchaus überlegt, nochmal von vorne anzufangen. Aber ich weiß ja immer noch nicht, was genau am Ende raus kommt, das ist immer am Monatserten eine Überraschung. Mal schauen, wie ich meine paar Farben noch kombiniere.


Nun warte ich auf die Juni-Anleitung. Aber das ist ja auch das schöne an diesem Quilt-Along: die monatlichen Blöcke sind stressfrei zu nähen - schließlich stehen auch noch andere Dinge auf der To-Sew-Liste. Wer noch mitnäht beim Quilt-Along, seht ihr in der großen Link-Sammlung bei Greenfietsen. Außerdem verlinke ich mich bei RUMS, denn meinen ersten Quilt gebe ich ganz sicher nicht her.

Liebe Grüße,
Katharina

Dienstag, 9. Mai 2017

Gesangbuchhülle * meine erste Erfahrung mit EPP

Hallo :)
heute wird's hier katholisch ;) aber keine Angst, nur ein kleines bisschen und ich will auch niemanden bekehren. Nun, die Sache ist so, dass ich hier in einem kleinen katholischen Dorf in Bayern wohne. Hier bin ich aufgewachsen und natürlich habe ich die katholische Erziehung erfahren. Auch heute noch gehen hier im Ort jährlich viele Kinder am weißen Sonntag (immer 1 Woche nach Ostern) zur Erstkommunion.

Bereits im Januar fragte mich eine Freundin, ob ich für ihren Sohn eine Gesangbuchhülle (Gotteslobhülle) nähen könne. Klar, kann ich! Die Tochter einer anderen Freundin hat bereits nach meiner Anleitung 2 Gesangbuchhüllen genäht. Im Prinzip ist das ja nichts anderes als eine Pixibuchhülle. Ich war also froh, dass die Geschenkfrage frühzeitig (Anfang Januar) geklärt war und fragte nach den Wunschfarben.


Eine Hülle in blau mit rot und grün sollte es also werden. Dazu kam meine Idee, die Außenseite mit einem Patchworkkreuz zu gestalten, wobei der Querbalken nach links über den Buchrücken und die Rückseite weiter laufen sollte. Das Kreuz sollte aus roten und grünen Vierecken bestehen und die Hauptflächen darum herum blau werden. Und damit das ganze nicht zu steif wird, sollte das Kreuz nicht so ganz rechtwinklig werden, sondern ein bisschen schief. Soweit die Theorie.


In der Praxis habe ich meinen Plan aus 2 Gründen verflucht. Zuerst stand ich vor der Materialwahl. Wisst ihr eigentlich, wie schwer es ist, jungstaugliche Stoffe zu bekommen, die auch in 2 Jahren noch "cool genug" sind, um sich damit vor die Tür zu trauen? Herzchen, Sternchen und Blümchen fallen sofort raus und die üblichen Punktestoffe fand ich auch echt kindisch. Für was ich mich letztendlich nach viel Sucherei entschieden habe, könnt ihr ja auf den Fotos sehen.



Nachdem die Materialfrage geklärt war, ging es an die Umsetzung. Wer zum Teufel hat sich das schiefe Patchwork-Kreuz nur überlegt?!?! Versehentlich schief nähen kann ich durchaus. Aber absichtlich schief nähen und zwar so, dass auch noch alle Ecken schön passen, das Kreuz nicht knickt und mein Außenteil später ein schönes Rechteck ergibt, erschien mir unmöglich. Die Lösung fand ich dann darin, mich an English-Paper-Piecing (kurz EPP) zu versuchen - für mich ein neues Terrain. Zuerst habe ich mein gewünschtes Außenteil in Originalgröße gezeichnet (das ist berufsbedingt für mich so gar kein Problem). Diese Vorlage habe ich dann zuerst beschriftet (Zeilen, Spalten und Farbe und zwar beidseitig, da die Vorderseite während dem Arbeitsprozess nicht mehr zu sehen ist), damit später jedes Stück seinen Platz findet und dann in die Einzelteile zerschnitten. Um die "Papierschnipsel" wurden die Stoffstückchen per Hand geheftet und diese dann ebenfalls mit der Hand zusammen gefügt. 2,5 Abende Handnähen und 15 Minuten Maschinennähen später war die Hülle nach über 3 Monaten genau 2 Tage bevor sie verschenkt werden sollte (musste) auch schon fertig :) und ich bin nun bereit für ein Hexagon-Projekt - die sieht man ja jetzt vielerorts und die werden mittels gleicher Technik hergestellt.


Montag, 1. Mai 2017

Taschen-Sew-Along 2017 | Mai: Liebling, ich habe die Tasche geschrumpft!

Ich oute mich, dieses Motto ist auf meinem Mist gewachsen. Katharina/Greenfietsen war sofort begeistert vom Titel (das könnt ihr auch auf der Greenfietsen-Seite nachlesen - die Texte haben wir unabhängig voneinander geschrieben und sie dann ausgetauscht, für Übereinstimmungen übernehmen wir keine Haftung) und so kam es auf den Jahresplan und ist nun im Mai an der Reihe. Ja, wir schrumpfen die Taschenschnitte.
 
Wie ich darauf kam? Nein, nicht etwa beim Fernsehen schauen, sondern weil mich ein Beispiel begeistert hat, in meinem Kopf hängen blieb und ich diese Möglichkeit des Optimierens so toll finde. Gesehen habe ich die geschrumpfte Tasche bei Lenebelle, die während des Taschenspieler-3-Sew-Alongs die Bogentasche (auch hier wieder: Zufall, dass ihr darüber heute auch auf der Greenfietsen-Seite lesen könnt) um ganze 50% geschrumpft hat. Als ich das Ergebnis sah, dachte ich sofort: super Idee, so mag ich den Schnitt. Meine eigene Umsetzung fand ich nämlich ehr weniger gut, das ist einfach nicht meine Taschenform – genau so ging es Lenebelle. In deutlich kleiner entstand keine große Tasche, sondern ein Kosmetiktäschchen und schon ist der Schnitt echt toll.
Beim Nähen haben wir die Möglichkeit des Veränderns und Anpassens. Wir sollten diese Option viel öfters nutzen und dazu wollen wir euch in diesem Monat motivieren. Schrumpfst du mit?
 
Ich selbst habe auch schon mehrfach geschrumpft, z.B. den Stoffbeutel Oma’s Liebling. Taugt er mir wunderbar beim Einkauf, wird er verkleinert zur Kindertasche für ein Buch oder wenn die Kiddies auch mal etwas an der Kasse in die eigene Tasche packen wollen ...
 

... oder unlängst die Hasenbeutelchen, damit sie noch süßer wurden ...
... oder den MYO-Shopper, weil er mir im Original einfach zu groß war.

Und wie schrumpft man? Eine Möglichkeit ist der Kopierer. Vorlage auflegen, gewünschten Prozentsatz einstellen und kopieren. Wenn du den Schnitt als PDF-Vorlage hast, kannst du ihn auch direkt in deiner gewünschten Größe ausdrucken. Katharina/Greenfietsen hat das in ihrem heutigen Beitrag etwas ausführlicher für euch beschrieben und gibt Tipps, auf was ihr beim Verändern der Schnittgröße achten müsst.

Natürlich kann man nicht nur prozentual schrumpfen. Eine weitere Möglichkeit ist es, die Tasche in nur eine „Richtung“ zu verkleinern. Ich habe z.B. meine Retrotasche verschmälert, weil mein Jeansshosenbein für die volle Breite nicht gereicht hat. Materialproblem gelöst!

Wie du deine Tasche schrumpfst, ist für diesen Sew-Along egal. Hauptsache, du schrumpfst ordentlich. „Ich hab‘ die Nahtzugabe vergessen und jetzt ist meine Tasche kleiner geworden“ - zählt nicht! „Den Schnitt gibt es in 2 Größen und ich habe die kleinere genäht“ - nee, das ist auch am Thema vorbei! Ach und übrigens: die geschrumpfte Tasche muss nicht zwangsläufig klein sein. Ein Weekender könnte zur Handtasche werden oder eine Handtasche zur Kindertasche. Ihr merkt: wir haben wieder ein Thema gewählt, bei dem ihr viel Freiheit bei der Umsetzung habt. Ein paar Beispiele habe ich auf dem Taschen-Sew-Along-Pinterest-Board für euch zusammen getragen.

Und für noch mehr Freiheit ist es auch erlaubt, die Tasche zu vergrößern frei nach dem Motto: "Liebling, wir haben ein Riesenbaby eine Riesentasche" ;)  Und falls du das jetzt nicht verstehst: Glückwunsch, so jung wäre ich auch gerne noch einmal ;)

Unsere Näh-Spiel-Link-Regeln:
  • Bitte verlinke nur aktuelle Beiträge, die zum Thema passen, keine alten Posts.
  • Du kannst jederzeit in diesen Sew-Along einsteigen, auch wenn du bisher nicht teilgenommen hast (und du kannst aussetzen, wenn du in einem Monat nicht mitnähen möchtest). Außerdem kannst du nähen, für wen du möchtest.
  • Damit deine Verlinkung funktioniert, füge in deinen Blogpost einen Back-Link zu unseren beiden Blogs ein. Eine ausführliche Anleitung findest du bei Katharina/Greenfietsen: Tutorial - Wie du einen Blogpost bei einer Linkparty verlinkst
  • Teilnehmen könne nur Blogs.
  • Wenn du keinen Blog hast, aber trotzdem mitmachen möchtest, komm gerne in unsere Facebookgruppe Taschen-Sew-Along.
  • Bei Instagram verwende gerne den Hashtags #taschensewalong2017 und #taschensewalongmai2017.
  • Der Sew-Along wird organisiert von Katharina (greenfietsen) und mir (4Freizeiten). Du findest diese Linkparty identisch auf beiden Websites. Wenn du deinen Beitrag einmal verlinkst, erscheint er automatisch auf beiden Blogs.
  • Diese Linkparty startet am 1.5.17 und endet am 14.6.17.
Nun bin ich wirklich gespannt, welche Schnittmuster ihr verändert und was dabei herauskommt. Viel Spass beim schrumpfen und vergrößern!


Sonntag, 30. April 2017

12tel-Blick 2017 (April) - in grün

Hallo,

das Monatsende ist da und somit zeige ich euch den aktuellen Stand bei meinem 12tel-Blick. Auch wenn der April recht frisch war, ist das Foto sehr schön grün. Da war ich beim Fotografieren doch etwas traurig, dass ich keine Zeit im Gepäck hatte. Und keinen Liegestuhl, kein Buch, .... es war einfach herrlich in der Abendsonne.






Mehr habe ich gerade nicht zu schreiben. Ich wünsche euch einen supertollen Sonntag - hier scheint schon so schön die Sonne. Tanzt gut rein in den Mai und habt morgen einen wunderbaren Feiertag.

Der 12tel-Blick ist eine Aktion von Tabea Heiniker. Bei ihr findet ihr noch viele weitere tolle 12tel-Blicke.

Dienstag, 25. April 2017

Tasche "Paris" mit Knopf zum Taschen-Sew-Along im April

Hallo,

heute zeige ich euch nochmal eine Tasche mit Knopf, passend zum Taschen-Sew-Along-April-Thema. Genäht habe ich das Modell "Paris" aus dem Buch "Noch mehr tolle Taschen selbst genäht" von Miriam Dornemann und Malwina Ulrych - allerdings mit ein paar Änderungen.

Meine erste Änderung war ein zusätzlicher Innenstoff, der im Buch nicht vorgesehen ist. Da mein Außenmaterial aber deutlich dünner ist (Baumwolle, verstärkt mit Volumenvlies) als die Buchempfehlung und ich unbedingt eine Innentasche haben wollte, nähte ich einfach 2 Taschen, die ich ineinander steckte.

Durch die 2-lagige Tasche war es möglich, an den Seiten einen langen Schultergurt anzubringen (anstatt von 2 kurzen Trägern) - der ist mir bei Taschen einfach am Liebsten.

An der Innentasche habe ich den ersten Zierstich meiner neuen Nähmaschine getestet. Ganz schön krumm geworden :) das muss ich noch üben, aber dann habe ich eine neue Möglichkeit zur Verzierung meiner Nähwerke.





Geblieben ist die Lasche und der Knopf zum Verschluss der Tasche - aber auch hier gab es eine Änderung. Anstatt des Einfassstreifens habe ich 2 Teile aus Außenstoff zugeschnitten und diese links auf links zusammen genäht. Dabei habe ich eine Paspel eingearbeitet und die Lasche nach dem Wenden knappkantig abgesteppt. Mein allererstes Knopfloch habe ich dann auch gleich genäht - war gar nicht schwer :)


Verlinkt beim Taschen-Sew-Along im April von Greenfietsen und mir,

Dienstag, 18. April 2017

Utensiloparade ... oder: Blumen statt Schokolade


Na, habt ihr Ostern gut hinter euch gebracht? Habt ihr alle Schokoeier und –hasen und so gefunden? Nachdem nun alles vorbei ist, kann ich heute endlich die Ostergeschenke zeigen, nun sind sie ja verteilt. Da meine diesjährigen Ostergeschenke nicht typisch Ostern sind, kann ich sie auch gut noch verbloggen. Das ist nämlich ein Geschenk für jede Gelegenheit.


Wie, nach den Hasensäckchen und den Stoffhasen noch weitere Geschenke zu Ostern? – Ja, das habe ich vor einigen Jahren mal angefangen und seitdem beibehalten - die Family freut sich. Und an irgendjemandem muss ich meine Kreativität ja auslassen. Und wer mich kennt, der weiß: die Familie ist ein bisschen größer, deshalb habe ich ein paar Utensilos mehr genäht.

Ich bin zur Zeit auf Diät (sind wir das nicht immer? Mehr oder weniger schon, ich bin im Moment aber besonders eifrig) und deshalb natürlich auf Schoko-Sparflamme. Das hat sich auch in den Geschenken niedergeschlagen und so hieß es: Blumen statt Schokolade, denn leere Utensilos zu verschenken ist witzlos und da dachte ich mir, im Frühling kann man da wunderbar Blumen reinpacken. So war das mit der Ideenfindung.


Die Stofffindung war natürlich wieder schwerer. Zuerst wollte ich für jedes Utensilo einen anderen Stoff verwenden und habe auch 12 verschiedene Stoffe aus dem Schrank gezogen. Die lagen dann da und ich wollte nicht so recht beginnen. Das ist für mich immer ein Zeichen, dass meine Wahl nicht in Ordnung ist und ich noch ein wenig darüber nachdenken sollte. Das war auch gut so, denn dann fielen mir die Jolijou-Stoffe wieder ein, wovon ich 4 Designs aus einer Serie hatte. Nun habe ich verschiedene Utensilos die doch irgendwie zusammen passen.

Genäht habe ich die Utensilos nach dem Freebook von Farbenmix, abgeändert auf meine gewünschten Fertigmaße: 12 x 12 cm und 10 cm hoch (umgekrempelt ca. 7,5 cm)
Außen Baumwolle mit H640, innen Wachstuch.
Im letzten Jahr habe ich übrigens Herz-Anhänger verschenkt die ich auch heute noch bei Verwandtschaftsbesuchen entdecke. Und im Jahr davor gab es eine ganze Hühnerschar.

Sonntag, 16. April 2017

Über den Zusammenhang von Osterhasen und neuen Nähmaschinen


Werbung*

Fröhliche Ostern wünsche ich euch. Ich hoffe, ihr hattet schon ein paar ruhige Tage (Karfreitag sei Dank) und könnt nun noch 2 Tage Ostern genießen.
Dieses Jahr habe ich mal wieder die Hasenpost von Aprilkind genäht (und ja: die passen zu den Hasensäckchen, die ich am Dienstag gezeigt habe).

Die Hasenpost war übrigens das erste, was ich vor 4 Jahren mit meiner neuen Nähmaschine genäht hatte. Karfreitag saß ich am Tisch und wollte Hasen zum Verschenken nähen. Die Leihnähmaschine von Mama wollte aber nicht so wie ich, ständig brach die Nadel ab. Leicht entnervt fuhr ich an Karsamstag nach Aschaffenburg in die Nähwelt und kam mit der Brother Innov-is 10A zurück. Ich war gut beraten worden und hatte mich für ein gutes Einsteigermodell entschieden. 4 Jahre lang haben wir beide viel Zeit miteinander verbracht und uns so manche Nacht um die Ohren geschlagen – die erste von Karsamstag auf Ostersonntag, als unzählige Hasen entstanden sind.


Nun habe ich wieder Hasen genäht – mit meiner neuen Nähmaschine. Nach 4 Jahren war es nämlich Zeit für mehr. Mehr Nähspass, mehr Nähkraft, mehr Nähstiche. Natürlich bin ich wieder zu Flach in die Nähwelt gefahren. Dieses Mal mit deutlich mehr Erfahrung im Gepäck und immerhin einem Wunschmodell – aber auch der Neugier, was mir wohl empfohlen wird.
Mit nach Hause durfte schließlich die Bernina 350 PE. Im Vergleich zu einem Billigmodell vom Discounter fasste sich meine Brother schon sehr gut an, aber die Bernina toppt das nochmal. Ja, man kann die Qualität bereits beim Streicheln spüren. Das Verschieben des Geschwindigkeitsreglers ist schon pure Freude.

Über diese Stelle habe ich schon ganz oft gestreichelt.
Oben rechts ist der Geschwindigkeitsregler ;)

Übrigens war ich nicht erst am gestrigen Karsamstag bei Flach, sondern schon vor ein paar Wochen. In der Zwischenzeit habe ich die Maschine fleißig getestet. Die Hasenpost und auch die Hasenbeutel waren kein Problem. Bei 4 bis 6 Lagen Baumwolle schnurrt die Maschine nur zufrieden. Danach kam das Webbandhotel unter die Nadel. Ich war mir erst unsicher, ob ich mit der neuen Maschine direkt ins Probenähen gehen soll, denn: der Unterschied zwischen Bernina und Brother ist ein wenig wie Windows und Mac: die machen das gleiche (zumindest wenn man das Ergebnis für den Nutzer betrachtet), sind aber in der Anwendung ganz unterschiedlich. Der Systemwechsel fiel mir nach 4 Jahren nicht ganz leicht. Viele automatisierte Bewegungen müssen umgelernt werden und die automatische Verriegelung, die meine neue Maschine nicht hat, vermisse ich schon. Aber ich werde mich daran gewöhnen – so wie ich mich ganz schnell an den Kniehebel gewöhnt habe. Dank der ausführlichen Beratung weiß ich schließlich, was die Maschine kann und habe mir auch zahlreiche Handgriffe zeigen lassen. Nun muss ich das alles noch verinnerlichen und mich vollständig umtranieren. Auf jeden Fall hat die Maschine auch das Webbandhotel gut gemeistert, obwohl hier echt richtig viel Verstärkung drin steckt.


Nächster Test: Wachstuch (von der ganz fiesen Sorte, das Ergebnis zeige ich bald) in Kombination mit bremsendem H640-Vlies. Mit dem Zickzack-Nähfuß mit Gleitsohle (#52), den ich mir gleich gegönnt habe, war auch das kein Problem. Das Finden des richtigen Zubehörs ist im Fachgeschäft übrigens auch super luxuriös. Man muss nur sagen, was man will und schon wird einem das zur Maschine passende Produkt gereicht, ohne dass man sich Gedanken machen muss, ob das nun passt, denn: die Verkäufer/-innen kennen sich ja super aus und übernehmen das für einen.

Und dann wollte ich es richtig wissen und habe eine Tasche genäht (ja, zeige ich auch noch): Außenstoff + Volumenvlies und Innenstoff + Verstärkung und dazu Gurtband (doppellagig, ist klar). Ich wollte wissen, wie mein neues Schätzchen das schafft. Und was soll ich sagen? Es ist ein Traum, die B 350 PE näht das alles wie Butter, auch übers Gurtband hinweg. So wollte ich es haben. Die Brother hat das übrigens auch geschafft, allerdings nicht so flüssig.

Mitten auf dem Esstisch: hier steht die Maschine meistens

Und wisst ihr was? Eigentlich war die Bernina 350 PE gar nicht mein favorisiertes Modell. Was mich überzeugt hat, sie zu kaufen? Der Obertransporteur, der bei diesem Modell in der Grundausstattung genauso dabei ist wie ein Inch-Fuß, der Anschiebetisch und der bereits erwähnte Kniehebel. Hätte ich mir eine Maschine im Netz bestellt, hätte ich all das jetzt nicht bzw. hätte ich mir alles als Zubehör dazukaufen müssen. Geld gespart hätte ich dabei nicht. Da hat sich die Fachberatung für mich echt ausgezahlt.

Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass die neue Nähmaschinn hier auf dem Tisch steht und ich mit ihr so manche Nacht durchmache. Ihr dürft euch also auf viele weitere Nähwerke von mir freuen.

*) Beim Kauf meiner Nähmaschine habe ich einen kleinen Nachlass erhalten - den Großteil habe ich selbst bezahlt. Meine Meinung ist durch den Nachlass nicht beeinflusst.

Donnerstag, 13. April 2017

Dresden Plate - Der April-Block vom Quilt-Along #6köpfe12blöcke

Monat 4 beim Quilt-Along. Der Block des Monats April nennt sich „Dresden Plate“.
Gegen Dresden habe ich nichts, dort war ich schon sehr oft.
Mit dem Quilt-Block kann ich mich leider nicht wirklich anfreunden. Als ich den Post am 1. April las, dachte ich erst an einen Aprilscherz. Doch im Text fand ich keine Auflösung und als in der Facebook-Gruppe die ersten fertigen Blöcke gezeigt wurde, war klar: das ist ernst gemeint.
In meiner Vorstellung waren einfach alle 12 Blöcke des Quilts so „blockig“, wie im Januar und Februar. Meiner Meinung nach tanzte schon der März mit seinen 4 auf 4 Quadraten aus der Reihe. Von mir aus hätten wir bis Jahresende 12 Variationen von 3x3 Blöcken nähen können. Nun applizieren wir etwas rundes auf einen einzigen Block. Hmpf.

Aber so ist es halt nun. Ich habe mich auf das Projekt eingelassen. Ich wusste nie, wie der nächste Block aussehen wird. Ich habe mir nur ausgemalt, wie es werden könnte. Nun kommt es anders. Meinen Uni-Stoffen bleibe ich trotzdem treu (auch wenn ich vom 3-Farb-System abgewichen bin) und ich bin auch weiterhin motiviert, den Quilt (mein allererster) fertig zu stellen. Ich sehe ihn als Übungsprojekt, bei dem ich immer weiter dazu lerne – im April zum Beispiel das applizieren von Hand. Ja, daran habe ich mich wirklich versucht. Wenn die kommenden Blöcke aber komplett mit der Maschine genäht werden, habe ich da absolut nichts dagegen.


Auch wenn sich das jetzt voll negativ liest: Die Anleitung ist wie gewohnt gut erklärt und bebildert und in diesem Monat zu finden bei Andrea von der Quiltmanufaktur - vielen Dank. Bis zum Mai habe ich mich dann hoffentlich von meiner Vorstellung gelöst und kann wieder frei an den nächsten Block gehen.

Verlinkt bei der Quiltmanufaktur und ganz vielen Dresden Plates sowie bei RUMS.