Dienstag, 11. Juli 2017

#hexiesommer2017 - Ich mach jetzt EPP

Hallo zusammen,

heute mag ich euch vom neuen Hexievirus erzählen, der sich gerade in der Nähszene ausbreitet - und das auch bei mir.

Die Nähmethode nennt sich English-Paper-Piecing, kurz EPP. Ich habe das neulich bei der Gesangbuchhülle schonmal probiert bzw. umgesetzt. Mittlerweile weiß ich, dass meine Vorgehensweise ziemlich unprofessionell war (aber egal). Wie das mit den Hexies jetzt genau funktioniert, das will ich hier gar nicht schreiben, ihr könnt das nämlich wunderbar bei Katharina von Greenfietsen (Teil 1: Hexies heften und Teil 2 Hexies zusammennähen) nachlesen. Dort ist alles gut erklärt und daran habe ich mich auch weitestgehend gehalten. Weitestgehend deshalb, weil halt jeder so seine Eigenheiten entwickelt.



Ich verwende zum Beispiel mehr Wonder-Clips als in Katharinas Tutorial beschrieben sind. Beim Heften der Hexies hält meine erste Klammer den Stoff und die Faltschablone zusammen. Mit einer zweiten fixiere ich die erste umgefaltete Nahtzugabe. Mir geht das Falten der weiteren Seiten und das Anheften dann leichter von der Hand. Und beim Zusammennähen der Hexies lasse ich mir auch etwas helfen. Ich finde es so einfach angenehmer, weil ich nicht aufpassen muss, dass mir etwas verrutscht und ich kann meine Hexies auch einfach mal zur Seite legen.

Noch ein paar DONT'S, die euch vielleicht helfen, nicht die gleichen Fehler zu machen wie ich:
- Ja, man sollte zum zusammennähen wirklich farblich passendes Garn verwenden. Bei meiner Tier-Hexie-Blume (ich nenn' sie auch Old-Mc-Donald-had-a-farm-Hexie-Blume) habe ich nämlich weißes Garn genommen. Das lag so schön da rum. Man sieht die Nähte nur ganz minimal. Aber wenn man rot und blau mit weiß zusammen näht, leuchtet das weiß natürlich ganz ordentlich. Und wenn man später die Heftfäden entfernt, ist es auch von Vorteil, wenn man diese anhand der Farbe erkennen kann.
- Wenn eure Hexies eine "Richtung" haben (bei mir sollten z.B. alle Tiere in die Mitte schauen), dann muss man beim zusammen nähen auch ein bisschen mitdenken - oder wieder auftrennen. Das ist nicht so lustig, ich hab's probiert (weil das Schweinderl ein wenig schräg schaute).
- Überhaupt sollte man sich die Platzierung der Hexies vor dem Nähen gut anschauen. Bei meiner Tierhexieblume gefällt mir nämlich gar nicht, dass die beiden gestreiften Hintergründe nebeneinander liegen. Und dass das rosa Schweinchen neben der Kuh mit dem ordentlichen Rosaanteil im Gesicht nebeneinander sind. Das hätte ich besser verteilen können.



Bei den Blumenmotiven ganz oben habe ich übrigens noch meine Hexieschablonen auf den Stoff gelegt und dann halbwegs passend drum herum geschnitten. Beim Tierstoff ging das nicht so einfach und ich habe mir Schablonen gemacht. Dazu habe ich mir einen Bogen Hexievorlagen ausgedruckt und an einem Eck-Hexie mit dem Geodreieck eine Parallele im Abstand von 7 mm drum herum gezogen. Wenn ihr das richtige Eck auf der Vorlage wählt, gehen euch nur 2 Hexies verloren ;) Das Hexie in der Schablone kann man mit dem Cutter heraustrennen und dann verwenden. Nun habe ich den vollen Durchblick bei der Suche nach dem richtigen Stofffitzel - für astreines Fussy-Cutting :)

Wie man die Hexieblumen dann auf Stoffstücke appliziert (und daraus einen Geldbeutel näht) verrät Katharina in den weiteren Folgen ihrer Tutorial-Reihe auf dem Greenfietsen-Blog.

Und weil ich noch meine Test-Hexies mit 1-Inch Kantenlänge hier herumliegen hatte und sowieso meine Nadel ständig in meiner Hexie-Schachtel (mit Papierschablonen, Schere, Klammern, Faden, ...) herum flog und ich sie suchen musste, habe ich mir daraus ein kunterbuntes Hexie-Nadelkissen genäht. Die Anleitung dazu findet ihr bei Gesine von Allie and Me (dort gibt es übrigens auch eine Hexie-Anleitung). Ein bisschen groß für meine eine Hexie-Nadel ist es schon. Nun überlege ich, ob ich noch ein Nadelkissen aus 3/4-Inch Hexies nähen soll. Aber das wird dann sicher arg fummelig. Mal schauen, viel verlieren kann ich dabei ja nicht.


Meinen Beitrag verlinke ich bei HOT - Handmade On Tuesday sowie beim Creadienstag.

Kommentare:

  1. Liebe Katharina,
    die "Tier-Blume" ist total süß. Mir wären die aufgezählten "Fehler" übrigens gar nicht aufgefallen ;)
    Und wie akkurat Du die "Blumen-Blume hinbekommen hast, cool!
    Liebe Grüße,
    Vera

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    1. Hallo Vera,
      vielen Dank. Sehr gravierend sind die "Fehler" auch nicht. Wenn man sich aber so intensiv wie beim Handnähen mit etwas beschäftigt, sieht man das irgendwann (wenn man das Brett vorm Kopf wegnimmt).
      Generell muss man für EPP wohl etwas pingelig sein, weil es ja schon eine Fusselaufgabe ist. Wenn dann ein gutes Ergebnis rauskommt, hat es sich auf jeden Fall gelohnt.
      Liebe Grüße,
      Katharina

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  2. Die Genauigkeit beim zuschneiden und Nähen sind super. Perfekt gelungen ... liebe Grüße Ingrid

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    1. Hallo Ingrid,
      Dankeschön für deinen superlieben Kommentar. Da hat ich die Fummelei doch gelohnt :)
      Viele Grüße,
      Katharina

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  3. Na, hat es Dich auch gepackt? Neben der gerade fertig gewordenen Decke bin ich noch an an einem Tischläufer. Der wird hoffentlich auch bald fertig. Schöne Sachen die Du da gemacht hast. Weiterhin viel Spass am Lieseln. Birgitt

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    1. Hallo Birgitt,
      ja, der Hexievirus hat mich befallen. Eine so gigantische Decke wie du sie gemacht hast, wird es aber wohl doch nicht geben. Ich bleib mal bei kleinteiligeren Stücken.
      Danke für dienen Kommentar und liebe Grüße,
      Katharina

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  4. Hallo liebe Katharina!
    Wieder etwas gelernt. Ich verfolge den Trend ja schon länger. Das Nadelkissen ist super. Gefällt mir, weil es etas anderes ist als rund.
    Ganz liebe Gruß Kati

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    1. Hallo Kati,
      na dann schauen wir mal, wann du nachgiebst und auch Hexies machst ;) ich kanns's nur empfehlen, es macht wirklich Spass.
      Liebe Grüße,
      Katharina

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