Dienstag, 27. Oktober 2015

Nähen: Wie ein Hoteltäschchen entsteht - ANLEITUNG -

Hallo zusammen,

heute mag ich mich mal für die vielen lieben Kommentare hier auf dem Blog und auch auf Instagram bedanken. Für meine Verhältnisse besonders viele gab es neulich zum Hoteltäschchen. Deshalb dachte ich mir, ich nähe gleich noch eines, mache nebenbei ein paar Fotos und schreibe euch auf, wie es geht. Damit ihr alle eine unbeschwerte Zeit im nächsten Urlaub oder einem Krankenhaus-/Kur-Aufenthalt habt.

Der Post ist zwar recht lang geworden, aber lasst euch davon bitte nicht abschrecken. Es ist ganz einfach, ich habe nur alles ausführlich beschrieben und bebildert (also auch für Anfänger geeignet). Los geht's!

Ihr braucht (Nachtzugaben in Füßchenbreite sind bereits enthalten):
A) 2x Außenstoff unten BxH 18 x 22 cm
B) 2x Innenstoff unten BxH 18 x 22 cm (hier nehme ich gerne helle Stoffe, auch Fehlkäufe, sieht ja keiner)
C) 4x Stoff oben (2x außen + 2x innen) BxH 18x10 cm
D) Vlies H250 für den Außenstoff, also 2x unten 18 x 22 cm und 2x oben 18 x 10 cm
E) kurze Webbandstücke, Knöpfe zum Verzieren, Applikationen, ... (optional, je nach Belieben)
F) 2x Stoffrest für Schlaufen 4 x 6 cm
G) 2x D-Ring 15 mm (optional, es geht auch ohne)
H) Kordel ca. 130 cm (länger/kürzer je nach Geschmack und Körpergröße)
I) die üblichen Nähutensilien (Nähmaschine, Schere, Stecknadeln, Garn, Maßband, Lineal ... )
J) ein Feuerzeug

>> natürlich könnt ihr je nach euren Bedürfnissen und eurem Geschmack die Maße ändern. Mein Täschchen hat eine fertige Größe von 16,5 x 17 cm (geknickt). <<



Was hier nicht beschrieben ist: Nahtanfang und -ende verriegeln und Garnfäden zurück schneiden.

Aller Anfang ist schwer: Materialwahl! Ob bunt, uni, wild gemustert oder dezent, ... ist egal, Hauptsache, euch gefällt es und der Stoff ist nicht zu dick. Da nur kleine Stücke benötigt werden, kommt evtl. auch ein Rest eines Stoffschätzchens zum Einsatz.

Zuerst schneidet ihr das Vlies zu, bügelt es auf die Außenstoffe und schneidet den Stoff aus. Dann schneidet ihr alle weiteren Stoffe zu.

Die 4 "Oberteile" werden rechts auf rechts auf die "Unterteile" genäht. Achtet darauf, dass immer 2 Stoffe mit Vlies zusammen kommen. An den Nähten bügelt ihr die Nachtzugabe um, jeweils 1x auf die eine und 1x auf die andere Seite.


Für die Schlaufen, an denen später die D-Ringe befestigt werden (bzw. die Kordel), bügelt ihr den Stoffstreifen an der langen Seite mittig rechts auf rechts um, steppt ihn ab, schneidet die Nahtzugabe zurück, wendet ihn und bügelt nochmals.



Die Schlaufen platziert ihr auf einem Außenteil, etwas unterhalb des Stoffwechsels (rechts und links auf gleicher Höhe). Oberhalb der Schlaufen ist später der "Knick" in der Tasche. WICHTIG: Wer D-Ringe verwenden möchte, muss diese jetzt einlegen! Die Schlaufen werden am Rand des Außenstoffes festgenäht.
Wer Webbänder, Knöpfe etc. verwenden möchte, platziert auch diese auf dem Außenstoff und steppt sie am Rand an.


Nun näht ihr jeweils 1 Außenteil und 1 Innenteil an der oberen Seite zusammen, die Stoffe liegen dabei rechts auf rechts. Achtet darauf, dass die Übergänge von Ober- und Unterteil der beiden Lagen direkt aufeinander liegen.



Die entstandenen Streifen legt ihr wieder rechts auf rechts aufeinander. Es liegen die Außenteile aufeinander und die Innenteile aufeinander. Nun näht ihr 1x rundum, lasst aber an der Unterseite der Innentasche eine Wendeöffnung, siehe auch Foto unten.



Wendet nun die Tasche, näht die Wendeöffnung im Boden der Innentasche zu und steckt die Innentasche in die Außentasche. Damit die Innentasche auch dort bleibt, steppt ihr an der Oberkante 1x knappkantig rundum.



Zu guter Letzt knotet ihr die Kordel an den Schlaufen oder D-Ringen fest. Die Enden flammt ihr mit dem Feuerzeug kurz an, damit sie nicht ausfransen (ich übernehme natürlich keine Haftung für irgend etwas - nicht für euer Nähwerk, nicht für Haus und Hof, nicht für die Finger und das Wallehaar - für nichts - passt auf!)



Nach einem ähnlichen Prinzip habe ich mir auch eine große Umhängetasche genäht, ihr findet sie *hier*.

Wenn ihr nach dieser Anleitung näht und Fotos eurer Täschchen auf eurem Blog oder in den sozialen Netzwerken veröffentlicht, freue ich mich über eure Verlinkung. Gerne könnt ihr auch einen Link zu eurem Beitrag in die Kommentare schreiben. Dann komme ich vorbei und schaue, was ihr gezaubert habt. Das würde mich sehr freuen.

Frohes Nähen,
eure Katharina

Freitag, 23. Oktober 2015

Sommerurlaub 2015 | Teil 5 | Andalsnes und Molde + Zugabe: Abendgestaltung an Bord

Hallo,

bereit für den nächsten Hafen? Heute laufen wir in 2 Häfen, nämlich in Andalsnes und Molde ein. Danach gibt es einige Infos, was man Abends auf dem Schiff machen kann. Aber setzt euch erst gemütlich hin, es folgt eine Bilderflut.

Wir hatten uns nochmals für eine Busfahrt entschieden. Auf den Berg Trollstiegen sollte es gehen. Schon am Fuße des Berges waren die Wassermassen des Wasserfalls gigantisch.


Seht ihr die Brücke oben im Bild?

Auf dem Berg angekommen, konnten wir von einer richtig tollen Aussichtsplattform die Aussicht genießen.


Das find ich ja mal richtig norwegisch.
Überall wurden Steintürmchen gebaut.

Die Vegetation ist auch sehr interessant.

Serpentinenstraße von oben.

Hier ist wieder die Brücke vom Bild weiter oben.
Mit dem Fahrrad hätte mich niemand da hoch bekommen. Höhenmeter ohne Ende!
Nochmal Norwegenliebe.
Die Aussichtsplattform von unten.

Natürlich gibt es auch viele Trolle am Trollstiegen. Hier wohnen sie schließlich.
Goodbye Andalsnes, wir haben heute noch ein Date
In Molde, der Stadt der Rosen hat es uns nicht ganz so gut gefallen. Wir konnten uns für keinen Auslug begeistern und sind dann einfach mal durchs Städtchen geschlendert.


Und der Stadtspaziergang war schon eine leichte Folter. Schaut euch das folgende Bild an.


Schön, nicht wahr? Davon gab es unzählige. ABER: Alle Geschäfte hatten schon geschlossen! Zu! Um 17 Uhr! Fand ich voll doof (nur für den Geldbeutel war es vermutlich ganz gut).

Hauptsächlich haben wir dann ein paar Größen-Vergleichs-Fotos gemacht. Schon riesig, dieses Kreuzfahrtschiffchen.





In Teil 4 dieser Urlaubsreihe hat Linda gefragt, was man denn abends auf dem Schiff macht. Gerne beantworte ich diese Frage. Es gibt ganz verschiedene Möglichkeiten:
1.) Das Showprogramm im großen Atrium (oder manchmal auch auf dem Deck): Täglich gibt es die Prime-Time. Hier werden Crew-Mitglieder interviewt (Highlight war natürlich der der Kapitän) und Infos zum nächsten Hafen gegeben. Außerdem ist eine Show-Gruppe von Tänzer/-innen und Sänger/-innen an Bord, die täglich eine neue Show präsentiert, die ein bisschen an ein Musical erinnert - nur etwas kürzer.
2.) Die Bars: Davon gibt es recht viele auf dem Schiff, dazu ein Pianist, eine Band und irgendwo findet man auch immer den DJ.
3.) Die Restaurants: Klar, abends geht man essen im Buffet- oder A-la-Card-Restaurant, kann auch mal später werden. Der California-Grill hat bis 24 Uhr geöffnet.
4.) Die Außendecks - unser Favorit: Täglich sind wir übers Schiff geschlendert, haben die Landschaft angeschaut, über die Erlebnisse des Tages gesprochen und den nächsten Tag geplant. Dazu gibt es Terminals, an denen man sich über organisierte Ausflüge informieren kann und dann selbst entscheidet: machen wir oder gehen wir auf eigene Faust los.
5.) Der Spa-Bereich und das Fitness-Studio: Haben wir nicht genutzt, ist aber vorhanden.
6.) Die "Shoppingmeile" mit Kunstgalerie sowie der Foto-Shop: alles nicht besonders groß, aber einen Bummel wert. Im Foto-Shop werden per Gesichtserkennung alle Fotos von einem selbst angezeigt - und noch ein paar "Fehlerfotos" dazu. Geschossen werden die Bilder von den Bord-Fotografen sowohl auf dem Schiff als auch an Land.
7.) DAS BETT: Und ich bin ihm jeden Tag erlegen, denn: Kreuzfahrturlaub ist anstrengend. Man will ja viel erleben, steht deshalb früh auf, ist den ganzen Tag unterwegs, dazu die Seeluft. Meine Abende waren recht kurz. Mit ach und krach habe ich es geschafft, ein ganzes Buch zu lesen, hauptsächlich am letzten Seetag. Gelangweilt habe ich mich nie.

Ihr fragt euch jetzt, wie man mitbekommt, wann was wo geboten wird? Darüber wird man in "AIDAheute", der Bordzeitung, informiert. Diese findet man jeden Abend an der Kabinentür mit allen Infos für den kommenden Tag: Wetter, Essenszeiten, Ausflugsmöglichkeiten und Schiffsveranstaltungen.

Du hast auch eine Frage? Stelle sie mir gerne in den Kommentaren und ich beantworte sie im nächsten Teil der Urlaubsreihe.

Dienstag, 20. Oktober 2015

DIY: Rost kann auch schön...

Rost ist was blödes? An manchen Stellen bestimmt. Aber Rost kann auch schön sein. Nun rostet ja nicht jedes Material und der Prozess bedarf Feuchtigkeit und Zeit. Dachte ich. Bis ich bei der Blogoase 1.0 eines besseren belehrt wurde. Mit RUSTY könnt ihr rosten, was ihr wollt, und zwar im handumdrehen. Ich habe damit einen Pilz gepimpt, der mir in seiner ursprünglichen Farbe nicht so gut gefiel. Jetzt hat er ein neues Outfit bekommen und passt auch wunderbar zum Herbst.



Die Paste wird mit einem Schwämmchen auf den Untergrund aufgetragen. Da mein Untergrund recht porös war, musste ich 3 Durchgänge machen - üblicherweise kommt man mit zweien ganz gut hin. Bei der letzten Schicht wird dann eine zweite Paste mit Glitzereffekt nass in nass eingearbeitet. Ich habe es recht sparsam aufgetragen. Je nach Menge könnt ihr die spätere Optik beeinflussen. Probiert es doch mal aus. Es ist ganz einfach und man muss sich nicht diverse Materialien und Zubehör anschaffen - das finde ich toll.

Der Pilz vor und während der Bearbeitung.


Das Material RUSTY ist von der Firma VivaDecor. Testen durfte ich es bei der Blogoase, für zu Hause habe ich es mir selbst angeschafft. Meine Meinung über das Produkt wurde dadurch nicht beeinflusst.
VivaDecor hat auch über die Blogoase berichtet (siehe *hier*) und mich als Teilnehmerin verlinkt, worüber ich mich sehr freue.



Freitag, 16. Oktober 2015

Sommerurlaub 2015 | Teil 4 | Hellesylt und Geirangerfjord

Hallo,
sind wieder alle Mann an Bord? Wir steuern unseren nächsten Zielhafen an. Genauer: 2 Zielhäfen. Denn am frühen Morgen legten wir einen kurzen Stopp in Hellesylt ein um ein paar Ausflügler aussteigen zu lassen. Hellesylt ist ein ganz kleines idyllisches Örtchen und es war sicher gut, dass es nicht von der Menschenmasse, die ein Kreuzfahrtschiff dabei hat, geflutet wurde.



Die morgendlichen Wolken und Hellesylt ließen wir hinter uns. Es ging weiter nach Geiranger. Der Geirangerfjord ist einer der bekanntesten Fjorde Norwegens. Für den Landgang hatten wir das Touri-Programm total gebucht: rein in den Bus, rauf auf den Berg, Foto machen und zurück. Aber die Aussicht von oben war genial und wir hatten alles richtig gemacht (diese Feststellung machten wir übringens an so manchem Abend des Urlaubs).

Die Busfahrt ging zuerst durch die sehr grüne Landschaft und vorbei an den ersten Wasserfällen. Noch waren sie sehr interessant, gegen Ende des Urlaubs ehr Alltag.



Oben angekommen lag Schnee, es war kalt und windig, aber die Aussicht war einfach atemberaubend. Auf den Bildern sind auch die Serpentinenstraßen, die auf den Berg führen, sehr gut erkennbar.







Auf dem obigen Foto am linken Schiff (aus Frankreich) kann man eine Ausfahr-Brücke erkennen. Sehr interessant. Leider hatten die Franzsosen das Vorrecht. Die Aida lag mitten im Fjord und alle Landgänger wurden per Tenderboote an Land und später wieder zurück aufs Schiff gebracht.


Der Landgang ist zu Ende. Wir schippern weiter zum nächsten Hafen und sehen uns dort hoffentlich wieder. Für heute noch sorry für die Bilderflut. Ich konnte mich einfach nicht entscheiden ;)