Donnerstag, 12. Oktober 2017

Eine Tasche für matschige Lebenslagen - die Westi (ein Freebook)

Hallo,

heute zeige ich euch eine Tasche, die für die matschigen Lebenslagen geeignet ist. Aus Stoff genähte Taschen sind ja mehr für schönes Wetter gemacht. Diese hier macht viel mehr mit, denn: Sie ist innen wie außen aus Wachstuch genäht.



Entstanden ist der Shopper im Rahmen des Probenähens für Zucker & Zimt Design. Christinas neues eBook "Westi" (das übrigens auch noch eine kleinere Variante beinhaltet) ist für den Stoffhersteller Westfalenstoffe entstanden und eigentlich für Webware gedacht. Beim Probenähen habe ich mir überlegt, welchen Stoff ich wohl verwenden mag. Da kam mir die Wachstuchrolle in den Sinn, die ich seit einigen Monaten unter meinem Bett deponiert hatte (weil sie im Stehen immer geknickt ist). Nun war sie fällig. Zuerst wollte ich das Wachstuch für die Innentasche verwenden, damit man mal "durchwischen" kann, falls was daneben geht. Das macht ja Sinn bei einer Einkaufstasche. Aber dann kam mir der Gedanke, dass es auch gut wäre, die Tasche mal abstellen zu können - egal bei welchem Wetter. Und die Papierboote sind so schön, dass ich sie gerne außen haben wollte. Also: außen Wachstuch, innen Stoff. Aber welcher? Bei dieser Überlegung kam mir dann eine zweite Wachstuchrolle in den Sinn, die in der Ecke wartete. Warum nicht für innen und außen Wachstuch verwenden? Die Idee gefiel mir und ich stelle mir die Tasche nun ideal für Sandspielsachen, Gummistiefel, Matschhose und Co. vor. (Ja, mir fehlt jetzt ein Kind zur Tasche *ha-ha-ha*)

Da ich nun zwei Lagen Wachstuch verarbeitete, konnte ich mir die Vlieseinlage sparen, denn das Wachstuch bringt genug Standfestigkeit für die Tasche mit. Was nun nicht ging, war Träger aus dem Taschematerial zu nähen und zu wenden. Gut, ich hätte das Wachstuch 4-fach so falten können, dass die offenen Kanten innen verschwunden wären und ich die Träger nicht hätte wenden müssen. Aber ist das angenehm zu tragen? Beim Blick in meine Gurtbandschublade fiel mein Blick auf das dunkelblaue Band mit den Sternen. Das passte wie die Faust aufs Auge und A.... auf Eimer. Deshalb kam es ganz fix an die Tasche. Und: ich finde, es passt perfekt dazu.




Die Aufsatztasche auf der Vorderseite habe ich dann noch mit einer einfachen Naht 2-geteilt, damit man hier etwas Kleinkram unterbringen kann. Eigentlich ist hier (und zum Verschluss der Tasche) ein Magnetknopf vorgesehen. Aber mir gefiel es so besser.


Innen bietet die Tasche (in der größeren Variante) jede Menge Platz und dazu noch ein Einsteckfach.



Das eBook findet ihr bei Westfalenstoffe zum kostenlosen Download und auf dem Zucker & Zimt Design-Blog könnt ihr euch die Probenähbeispiele dazu anschauen und euch inspirieren lassen.

Weil die Tasche etwas "nackig" und das Wachstuch so aalglatt wirkte, habe ich ihr noch einen Anker-Anhänger verpasst. Die Anleitung dazu findet ihr bei Alles für Selbermacher.


Verlinkt bei RUMS - Rund ums Weib,
bei TT - Taschen und Täschchen und
beim Taschen-Sew-Along von Katharina/Greenfietsen und mir
noch zum September-Thema "SnapPap, Kork & Co.".

Kommentare:

  1. Liebe Katharina!
    Deine Matsch-Tasche finde ich viel zu Schade zum dreckig machen 😃
    Die Stoffe passen perfekt zusammen und das Gurtband dazu wirkt wir von Anfang an geplant. Ganz viel Freude damit!
    GLG Kerstin

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    1. Hallo Kerstin,
      vielen Dank, ich bin mit der Kombi auch sehr zufrieden.
      Bezüglich dem dreckig machen: Ich bin mittlerweile soweit, dass auch genähte Teile alles mitmachen dürfen und müssen. Natürlich werfe ich nicht meine Stofftasche absichtlich in den Matsch, aber gerade die hier mit Wachstuch - die muss durch alles durch. Nur so hat man richtig viel Freude an den genähten Sachen - denke ich.
      Liebe Grüße,
      Katharina

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